Ambulante Opeationen

Ambulante Operationen - Uro-Bot.de

Bitte berücksichtigen Sie, dass nicht jede(r) Patient:In für das ambulante Operieren infrage kommt.

Wichtige Voraussetzung für einen Narkoseeingriff:

  • Nüchternheit zur OP
  • Man muss sich nach dem Eingriff abholen lassen und darf nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen
  • Man darf 24 Stunden nicht allein sein

Beschneidung

Die Beschneidung oder auch Zirkumzision ist eine der klassischen ambulanten Operationen, die bei Kindern und Männern in jedem Alter und aus verschiedenen Gründen und unterschiedlichen Techniken durchgeführt werden kann.

Bei Kindern wird der Eingriff üblicherweise in Narkose durchgeführt - hier unterscheidet man noch die medizinisch indizierte Beschneidung von der rituellen Zikrumzision - letztere wird NICHT von den Krankenkassen gezahlt und muss deshalb selbst bezahlt werden.

Medizinische Gründe für eine Beschneidung auch im höheren Lebensalter können entzündlich veränderte Vorhautverengungen (Phimose) aber auch Probleme beim Wasserklassen sein.

Botulinumtoxin (Botox) Injektion in die Harnblase

Bei diesem Eingriff wird an verschiedenen Stellen in der Harnblase eine kleine Menge des Nervengiftes Botulinumtoxin in die Blasenmuskulatur gespritzt.

Dadurch wird eine Reduktion des Harndrangs erreicht. Überlicherweise wird der Eingriff bei Patienten mit sehr häufigem Wasserlassen (Pollakisurie) infolge einer Überempfindlichkeit (Reizblase, Urgency) der Harnblase durchgeführt.

Die Wirkung setzt in der Regel nach zwei Wochen ein und hält für gewöhnlich sechs bis neun Monate an. Danach kann der Eingriff wiederholt werden. Bei fehlender oder unzureichender Wirksamkeit kann der Eingriff auch mit höherer Dosis durchgeführt werden.

Feigwarzen (Condyloime)

Feigwarzen entstehen durch Viren und zählen zu den klassischen übertragbaren Krankenheiten, die in unterschiedlicher Zahl und Größe zumeist am Penisschaft und Hodensack auftreten - aber auch andere Regionen, z.B. um den After, können betroffen sein.

Die Entfernung kann in örtlicher Betäubung aber auch in Narkose mit einem CO2 Laser durchgeführt werden, sehr große Befunde müssen chirurgisch entfernt werden.

Harnleitersteinentfernung - Ureterolitholapaxie - ULP

Dabei handelt es sich um die endoskopische Entfernung von Harnleitersteinen mit ultradünnen Instrumenten. Bei diesem Eingriff wird in Narkose in den Harnleiter gespiegelt und der Stein mit einem kleinen Körbchen entfernt - ist der Stein dafür zu groß, kann dieser mit einem Holmium Laser zerkleinert werden. 

Üblicherweise wird im Anschluss an einen solchen Eingriff eine dünne Kunststoffröhre, sog. DJ-Katheter, eingelegt. Dieser auch als Schiene bezeichnete Kunststoffröhre verbleibt für kurze Zeit und kann entweder an einem Faden direkt am nächsten Tag wieder entfernt werden, oder muss später durch eine Blasenspiegelung entfernt werden.

Harnröhenerweitung - Harnröhrenschlitzung - Urethrotomie

Eine Harnröhrenenge (Striuktur) kann durch eine Vielzahl von Gründen entstehen - am häufigsten ist allerdings der Zustand nach einer früheren Katheterisierung. 

Bei der Urethrotomie wird mit einem scharfen Messer endoskopisch die Harnröhrenenge unter Sicht (Sichturethrotomie nach Sachse) oder blind (<otis-Urethrotomie) eingeschnitten und damit erweitert.#

Der Eingriff wird überlicherweise in Allgemeinnarkose durchgeführt.

Harnröhrenkarunkel - Harnröhrenpolyp

Ein Harnröhrenkarunkel ist ein kleiner Polyp am Ausgang der Harnröhre - dieser kann von erbsgröße bis zu einer Kirsche anwachsen und sowohl zu Schmierblutungen als auch zu Schmerzen führen.

Hodenfreilegung - Hodenentfernung - Hodenprothese

Eine Hodenfreilegung wird in der Regel bei Tumorverdacht im Hoden durchgeführt. Der Eingriff erfolgt in Narkose über einen kleinen Schnitt im Bereich der Leiste. Der Hoden kann dann aus dem Hodensack hervorgeholt und untersucht werden.

Der Operateur entscheidet dann während der Operation, ob der Hoden vollständig entfernt werden muss, oder ob ev. nur der Tumor selbst entfernt wird. 

Nach einer Hodenentfernung kann zweitzeitig eine Hodenprothese (Implantat aus Silikon) in das Hodenfach wieder eingesetzt werden.

MRT-Fusionsbiopsie der Prostata

Bei der MRT Fusionsbiopsie wird die moderne Schnittbildgebung (Magnetresonanztomographie, MRT) mit der Ultraschallbildgebung kombiniert. So lassen sich in der MRT Bildgebung auffällige und krebsverdächtige Areale viel besser erkennen, als in der klassischen Ultraschalluntersuchung.

Der Eingriff wird in der Regel in Narkose durchgeführt, ist aber auch in Lokalanästhesie möglich.

Dieser Eingriff wird über den Damm durchgeführt.

Nierensteinentfernung - Pyelolitholapaxie

Bei der Pyelolitholapaxie (PLP) handelt es sich um eine endoskopische Steinentfernung mit flexiblen Videoinstrumenten. Dazu wird zur Gewebeschonung eine  sog. Ureterschleuse (Ureteral Access Sheath) bis in das Nierenbecken vorgeschoben - darüber kann dann das Gerät ohne Schädiugung des Harnleiters wiederholt zur Niere vorgeführt werden.

Sind die Steine für die Schleuse zu groß, werden diese mit einem Holiumlaser in kleinere Bruchstücke geteilt.

Prostatabiopsie

Die Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata erfolgt überlicherweise in örtlicher Betäubung, kann aber auch in Narkose durchgeführt werden.

Bei uns werden standardmäßig 12 Proben entnommen, sechs von der linken und sechs von der rechten Seite.

Der Eingriff erfolgt unter Antibiotikaschutz durch den Enddarm.

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert in der Regel nur sechs Minuten.

Spermatozelen Entfernung

Bei diesem Eingriff in Narkose wird eine in der Regel kleine zystische Struktur im Bereich des Nebenhodens entfernt.

Sterilisation - Vasektomie

Bei der Sterilisation des Mannes wird über zwei kleine Schnitte der Samenleiter im Bereich des Hodensacks herausgeholt und durchtrennt - dazu wird in der Regel ein ca. 1cm langes Segment des Samenleiters herausgetrennt.

Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder auch in Narkose durchgeführt werden.

Wasserbruch (Hydrozele) Operation

Bei diesem Eingriff in Narkose wird über einen Schnitt im Bereich des Hodensacks der Inhalt freigelegt und die wasserbildende Schicht abgetragen  - es gibt verschiedene Methoden, wobei die Operation nach von Bergmann die am häufigsten durchgeführte Technik ist. Dabei wird die wasserbildende Schicht komplett am Ansatz des Hodens abgetragen und vernäht. Dadurch sind Rezidive (Wiederkehren der Erkrankung) selten.